Kunst


Springen Lassen

Videoperformance | Justament#10,  ephemere Interventionen im öffentlichen Raum, ausnahmsweise zuhause/online, Juni 2020

Springen Lassen

Seit dem Frühjahr 2020 zwingt der pandemische Coronavirus uns andere Lebensumstände auf. Dabei ist unter anderem wenig Kontakt zur Aussenwelt erwünscht sowie Gruppenversammlungen verboten. Im Zuge dessen springt die Künstlerin seit geraumer Zeit alleine in den Gemeinschaftsräumen ihrer Genossenschaft. Springen steht hier als Akt der Befreiung, als Zeichen von Ausdauer und auch als eine beflügelte Stellungnahme, der sie im 'Springen Lassen' Covid-19 Song Ausdruck verleiht.


Settings

Erzählung und Installationen mit gefundenen Objekten & alten Mobiletelefonen | search.zh, Erzählen über Mittag, Ausstellung 'Auf der Suche', Helmhaus Zürich | Atelier Weekend 2019 Zürich & Ausstellung Garagestop Kunstraum Winterthur, 2019

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Suchen, finden, verlieren. Jeden Tag werden liegengelassene Gegenstände auf der Strasse aufgesammelt und mit persönlichen Anekdoten und Ansichten verbunden. Dabei entsteht eine kurzweilige Geschichte vom Versuchen und Erfinden anhand eines gefundenen Vogelhauses bis hin zum verwaisten Regencape.

Mit den gefundenen Objekten und alten Handys wird improvisiert und experimentiert. Was war zuerst, das Objekt, das bewegte Bild oder die Tonabfolge? Vielleicht ist dies letzendlich irrelevant, denn sie nehmen in "Settings" inspirierenden Bezug zueinander.


etwas auf dem Kasten haben

Performance/Präsentation, Symposium 'Aktivismus', 20-jähriges Jubiläum kunstkasten Winterthur, 11.5.2019

etwasaufdemkastenhaben

Im Mittelalter wurde in der Schule auf Holzkästen mit Tontafeln mitgeschrieben. Wer fleissig war, hatte somit „etwas auf dem Kasten" und hat sich besondere Fähigkeiten angeeignet. Für das Jubiläum des kunstkastens wird die Redewendung wörtlich genommen und mit vollem Einsatz die mobilen Telefone des Publikums mit Inhalt bereichert.


Water Lounge

Installation, Medienboards (Mobiletelefone, Tablets, Speaker) mit Videoaufnahmen von Aquarien, Nebelmaschine, Wassergeräusche, Duftstecker | Ausstellung Kulturschüür Eierbrecht / Kunst: Szene Zürich 2018, 23.11.-2.12.2018

waterlounge

Die Water Lounge als moderner Kontemplationsraum, in dem nicht mehr benutzte Digitalgeräte zu Aquarien werden. Diese Bildschirme zeigen keine Informationsflut mehr, sondern vorbeiziehende Fische, Quallen und Seepferdchen. Es entsteht ein verführerisch dunkler Ort, der mit seiner Unterwasserwelt, aufsteigendem Nebel und Meeresbrise zum Innehalten einlädt.


Semi-Konservation

gerahmte Fotografien, unterschiedliche Grössen, Klebeband | Atelier Weekend 2018, Geroldstrasse 11, Zürich

semikonservation

Frühere fotografische Werke der Künstlerin werden mit Klebeband überarbeitet und so erhält man nochmals ein komplett anderes Bild, das zudem noch besser vor dem Verfall geschützt ist.


Digitale Taxidermie

Mobiltelefone mit Stromkabel auf Holz, unterschiedliche Medieninhalte (Bild/Ton/Video/Animation), Anleitung | Ausstellung Rahmenhandlung, Zürich 2017

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Ausgesteuerte Handys hängen zur Zierde an der Wand und zeigen was sie dennoch können - kommunizieren, abbilden, spielen, organisieren - so lange der Akku läuft und hoffentlich darüber hinaus. Und wenn sie nicht mehr funktionstüchtig sind, zeugt eine zusätzliche Visualisierung von ihrer bewegten Vergangenheit.


Detectorist

Videoessay/Videoperformance | Gast-Präsentation Klöntal Triennale 2017, Kunsthaus Glarus

detectorist

Eingeladen als Gast zur Klöntal Triennale ‚Part of the Moment’ sich mit dem Ort, seiner Geschichte und aktuellen Ausstrahlung auseinanderzusetzen. Daraufhin ist die Figur ‚Detectorist‘ unterwegs im Schutzanzug und mit dem Metalldetektor - eine Untersuchung und auf der Suche. Eine mythische zugleich zeitgenössische Erzählung aus dem idyllischen Klöntal, die möglicherweise aber auch an ganz anderen Orten stattfinden könnte.


What Popp does for Art

Videoessay | Ausstellung Le Foyer Zürich und CAN Centre d'art Neuchâtel, 2016 | Kunstmuseum Olten, 2018

whatpoppdoesforart

Kauffrau, Personalassistentin, Berufsbildungsverantwortliche, Shopkeeper Boutique Pamela, Mitbegründerin Studio Action, Leerstandsbeauftragte a.D., Dozentin, Inselexpertin & Institutsleiterin, Prüfungsexpertin, Künstlerin & sie lädt ihr Umfeld ein über Zusammenarbeit, Kunst und Erfolg zu berichten. 


Greeter

Performance (Pappfiguren, Badges, Ukulele) | Erstaufführung: Tag der offenen Tür, Kunsthaus Zürich, 12. März 2016

 greeter

Der 'Greeter' begrüsst die Öffentlichkeit herzlich und enthusiastisch. An Ein‐ und Ausgängen von öffentlichen und halböffentlichen Orten, stellt sie sich ‐ ob ‚life‘ und/oder auch mit Pappstellvertreterinnen ‐ dem zirkulierenden Publikum. Die Weste gespickt mit motivierenden Badges kann sie die Besuchenden mit kurzweiligen Aktionen, wie bespielweise einem Ständchen auf der Ukulele, bei guter Laune halten. Und ein 'BAM!' gibt es so oder so für alle.


look at them they are everywhere

gerahmte Bilderserie (unterschiedliche Grössen), Kunst in der Polibar, Zürich 2012

everywhere

Eine Billigkamera, alte Filme und die Protagonistin reisen um die Welt auf der Suche nach spannenden Bildausschnitten. Die Sujets spontan ausgesucht und die Hand scheinbar zufällig im Bild dabei. Ist schneller manchmal besser?


Courses of Action

3-teilige Videoinstallation | Plattform, Zürich 2011

coa

Silvia Popp hat etwas zu sagen. Ihre Kunst ist Recherche, Dienstleistung und soziokulturelles Engagement. Die Künstlerin nimmt sich ihren Raum und stellt sich in persona ihrem Publikum – sei es nachts als Interveneurin in einem öffentlichen Park oder in ‹business casual› als offizielle «Leerstandsbeauftragte» vor einem interessierten Publikum. In einem Spiel mit Rollen adressiert Silvia Popp etablierte Künstler- und Betrachterkonventionen und setzt sich eng und ernsthaft mit ihrem Publikum auseinander. In dem von Firmen, Planerinnen und Reglementen besetzten öffentlichen Raum lotet die umtriebige Künstlerin Bewegungs- und Handlungsspielräume aus und nähert sich dabei der Grenze des Legalen und Tolerierten; aber auch des Sinnigen. So dekonstruiert sie die Logik des urbanen Raums, wenn sie selber einen öffentlichen Ort abgrenzt und somit besetzt, um Leerraum für die Allgemeinheit zu schaffen. Bedient sie sich ökonomischer Methoden wie der Kundenbefragung, so wird immer ihre clever-kritische Haltung deutlich, und irgendwo klingt der bald augenzwinkernde Anspruch auf, unsere ökonomisierte Lebenswirklichkeit umzugestalten und die Gesellschaft zu verbessern. Sarah Stocker, Jury Plattform11


Leerstand

Installation und Videoreport 'Büro für Leerstand' | Diplomausstellung F+F Schule für Kunst und Design Zürich, 2010

Die Leerstandsbeauftragte bildet Leerstand in Zürich und holt dazu Expertisen von Architekten, Juristen und Aktivistinnen ein. Um ferner die Wichtigkeit dieses Auftrages der Öffentlichkeit aufzuzeigen, macht das Büro halt an der F+F und präsentiert dort den speziell hierfür angefertigten Videoreport. Ausserdem wird auf dem Blog 'Büro für Leerstand' der aktuelle Stand der Projekte festgehalten.

leerstand


Square Pieces

Videoperformances | Ausstellung „Ja, nein, vielleicht.“ Kunstmuseum Thurgau/Kartause Ittingen, 2009 

squarepieces

«Unser Bemühen und unsere Berufung bestehen vornehmlich darin, uns dem Schweigen und der Einsamkeit der Zelle zu widmen. […] Oft zieht dort das Wort Gottes die treue Seele an sich, der Bräutigam verbindet sich mit seiner Braut, Himmlisches wird dem Irdischen, Göttliches dem Menschlichen geeint.» Statuten Kartäuser Orden


sunsets

fotografische Serie, Grösse variable | 2008/2009

sunsets

Eine Hommage an die idyllischen und romantischen Sonnenuntergänge. In städtischer Umgebung, an anonymen Orten, wird das gerahmte Sunset-Posterbild erneut inszeniert. Die Protagonistin ist, ob als erkennbare Bildträgerin oder anderweitig, immer im Bild zu sehen.


Women of Influence

Installation (6 gerahmte Filmstills, Video ‘die Abenteuer der Silvia P.‘, Maske Silvia P.) | Ausstellung Swiss Art Awards Basel, 2008 / Versteigerung Maske ‚Electric Rendez-Vous‘ plug.in, Basel 2007

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Die Filmgöttinnen steigen vom Olymp herab und Silvia P. versucht in ihren Abenteuern den Fragen, was sich in ihren Köpfen abspielt und wie sie Glamour in den häuslichen Alltag bringen, auf den Grund zu gehen. Ihre daraus entstandene Rolle gibt Silvia P. auf einer Internetplattform zur Versteigerung frei. Auch Weitere sollen somit die Möglichkeit haben, dank einem Rollenwechsel die Welt aus anderen Augen zu sehen.


Tolerantismus

Videoperformance | 2007 

tolerantismus

Zürcher Wahlplakate, bestehend vorwiegend aus dem Konterfei der Kandidierenden sowie plakativen Wahlslogans, werden von der Protagonistin durch eine Plakatverbesserungsaktion mit einem weiteren Attribut versehen. Zusätzlich läuft die monoton vorgelesen Erklärung zur Toleranz, welche vom Internetportal «wikipedia» stammt. Es wird in groben Zügen die Wortherkunft und Bedeutung umschrieben und unter anderem auch die negativen Seiten des Toleranzbegriffs ausgeleuchtet. Nachdem auf allen Plakaten das Attribut ergänzt worden ist, bleibt Ratlosigkeit zurüück. Wer macht denn nun das Rennen wenn sich alle mit demselben homogenen Begriff schmücken?


Exkulpation

Videobeitrag für das neue Stadion Letzigrund Zürich, Silvia Popp & Mary Leidescher, im Auftrag für das Amt für Hochbauten Stadt Zürich, 2007

exkulpation

Die Kamera filmt von hoch oben mit lustvollem und distanziertem Blick winzige Menschen, die sich Ameisen ähnlich durch die städtische Miniaturlandschaft bewegen. Das Bild des interessenlosen Wohlgefallens, das Immanuel Kant zur Voraussetzung der ästhetischen Betrachtung postuliert hat, fällt zusammen, als die Kamera plötzlich hinabstürzt, gefolgt von der Filmerin, die schreit. Wer nun folgert, Hochmut komme vor dem Fall, sieht sich getäuscht. Susann Wintsch, Kuratorin