Performances


objets trouvés

Beitrag zu search.zh, Erzählen über Mittag während der Ausstellung 'Auf der Suche', Helmhaus Zürich, 15.10.2019

searchzh

Suchen, finden, verlieren. Jeden Tag werden liegengelassene Gegenstände auf der Strasse aufgesammelt und mit persönlichen Anekdoten und Ansichten verbunden. Dabei entsteht eine kurzweilige Geschichte vom Versuchen und Erfinden anhand eines gefundenen Vogelhauses bis hin zum verwaisten Regencape. 


etwas auf dem Kasten haben

Performance/Präsentation, Symposium 'Aktivismus', 20-jähriges Jubiläum kunstkasten Winterthur, 11.5.2019

etwasaufdemkastenhaben

Im Mittelalter wurde in der Schule auf Holzkästen mit Tontafeln mitgeschrieben. Wer fleissig war, hatte somit „etwas auf dem Kasten" und hat sich besondere Fähigkeiten angeeignet. Für das Jubiläum des kunstkastens wird die Redewendung wörtlich genommen und mit vollem Einsatz die mobilen Telefone des Publikums mit Inhalt bereichert.


tour guide

Performance (Tablet, Spachtel, Megafon, Badge) | Erstaufführung: Märzreise mit Eva Moline, BEP-Atelier Zürich, 2. März 2018

followme

Wohin des Weges? Ein 'tour guide' führt enthusiastisch eine Gruppe an und soll Auserwähltes zeigen. Mit den entsprechenden Hilfsmitteln (follow me-Schild und Megafon) gibt die Person den Ton an. Entschlüsse fällt sie jedoch nicht alleine, sondern involviert die Gruppe in die Entscheidungsfindung. Was diese Prozesse für einen Einfluss haben, wird während der Tour herausgefunden.


Detectorist

Videoessay/Videoperformance | Gast-Präsentation Klöntal Triennale 2017, Kunsthaus Glarus

detectorist

Eingeladen als Gast zur Klöntal Triennale ‚Part of the Moment’ sich mit dem Ort, seiner Geschichte und aktuellen Ausstrahlung auseinanderzusetzen. Daraufhin ist die Figur ‚Detectorist‘ unterwegs im Schutzanzug und mit dem Metalldetektor - eine Untersuchung und auf der Suche. Eine mythische zugleich zeitgenössische Erzählung aus dem idyllischen Klöntal, die möglicherweise aber auch an ganz anderen Orten stattfinden könnte.


Greeter

Performance (Pappfiguren, Badges, Ukulele) | Erstaufführung: Tag der offenen Tür, Kunsthaus Zürich, 12. März 2016

 greeter

Der 'Greeter' begrüsst die Öffentlichkeit herzlich und enthusiastisch. An Ein‐ und Ausgängen von öffentlichen und halböffentlichen Orten, stellt sie sich ‐ ob ‚life‘ und/oder auch mit Pappstellvertreterinnen ‐ dem zirkulierenden Publikum. Die Weste gespickt mit motivierenden Badges kann sie die Besuchenden mit kurzweiligen Aktionen, wie bespielweise einem Ständchen auf der Ukulele, bei guter Laune halten. Und ein 'BAM!' gibt es so oder so für alle.


Square Pieces

Videoperformances | Ausstellung „Ja, nein, vielleicht.“ Kunstmuseum Thurgau/Kartause Ittingen, 2009 

squarepieces

«Unser Bemühen und unsere Berufung bestehen vornehmlich darin, uns dem Schweigen und der Einsamkeit der Zelle zu widmen. […] Oft zieht dort das Wort Gottes die treue Seele an sich, der Bräutigam verbindet sich mit seiner Braut, Himmlisches wird dem Irdischen, Göttliches dem Menschlichen geeint.» Statuten Kartäuser Orden


sunsets

fotografische Serie, Grösse variable | 2008/2009

sunsets

Eine Hommage an die idyllischen und romantischen Sonnenuntergänge. In städtischer Umgebung, an anonymen Orten, wird das gerahmte Sunset-Posterbild erneut inszeniert. Die Protagonistin ist, ob als erkennbare Bildträgerin oder anderweitig, immer im Bild zu sehen.


Tolerantismus

Videoperformance | 2007 

tolerantismus

Zürcher Wahlplakate, bestehend vorwiegend aus dem Konterfei der Kandidierenden sowie plakativen Wahlslogans, werden von der Protagonistin durch eine Plakatverbesserungsaktion mit einem weiteren Attribut versehen. Zusätzlich läuft die monoton vorgelesen Erklärung zur Toleranz, welche vom Internetportal «wikipedia» stammt. Es wird in groben Zügen die Wortherkunft und Bedeutung umschrieben und unter anderem auch die negativen Seiten des Toleranzbegriffs ausgeleuchtet. Nachdem auf allen Plakaten das Attribut ergänzt worden ist, bleibt Ratlosigkeit zurüück. Wer macht denn nun das Rennen wenn sich alle mit demselben homogenen Begriff schmücken?


Exkulpation

Videobeitrag für das neue Stadion Letzigrund Zürich, Silvia Popp & Mary Leidescher, im Auftrag für das Amt für Hochbauten Stadt Zürich, 2007

exkulpation

Die Kamera filmt von hoch oben mit lustvollem und distanziertem Blick winzige Menschen, die sich Ameisen ähnlich durch die städtische Miniaturlandschaft bewegen. Das Bild des interessenlosen Wohlgefallens, das Immanuel Kant zur Voraussetzung der ästhetischen Betrachtung postuliert hat, fällt zusammen, als die Kamera plötzlich hinabstürzt, gefolgt von der Filmerin, die schreit. Wer nun folgert, Hochmut komme vor dem Fall, sieht sich getäuscht. Susann Wintsch, Kuratorin